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Robin Hood (2010) - Filmfehler

(Robin Hood)


Regie:
Ridley Scott.
Schauspieler:
Russell Crowe, Cate Blanchett, William Hurt, Max von Sydow.

Bewertungspunkte: 65  |  Filmminute: 119
Kontinuität/Schnittfehler: Die Franzosen landen an der Küste, die Kamera zeigt Szenen wie sich Bugklappen der Landungsboote öffnen und Soldaten herausströmen. Eine Luftaufnahme mit Blickrichtung zur Küste zeigt deutlich, dass die ersten Boote ( mit Bugklappe) angelandet sind. Danach folgt die Szene wie sich die englischen Verteidiger mit Robin der Küste nähern; eine Kameraperspektive über die Köpfe der Reiter hinweg mit Blickrichtung Strand zeigt auch hier, dass die ersten Boote der Franzosen angelegt haben. Nun folgt das Verwunderliche: eine Kameraeinstellung, die die anlandende französische Armee zeigt, zeigt Bilder einer Flotte, bei der erst die kleinen Boote an Land gelangt sind; ausnahmslos alle Landungsboote liegen kurz vor dem Strand, haben auf jeden Fall alle ihre Bugklappen noch geschlossen - obwohl in der anfangs beschriebenen Szene die Ausschiffung der Soldaten bereits gezeigt wurde. [Team: in der Kinofassung bei genau 1:59:29 (BD).]
Gesehen von: hendrik

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Bewertungspunkte: 45  |  Filmminute: 113
Detail: Als Robin sich von Marian verabschiedet, um in den Krieg zu ziehen, küssen sich die beiden. Dabei sieht man ein einzelnes Haar über ihre Wange wehen. Nach einem Schniit zur Nahaufnahme (ohne Zeitverlust) ist es verschwunden. Da zwischen den Schnitten keine Zeit vergeht, kann es auch nicht mal eben vom Wind weggeweht worden sein, der zudem aus der falschen Richtung käme.
Gesehen von: EinFremder

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Bewertungspunkte: 37  |  Filmminute: 28
Als sich Robin Longstride mit dem echten Robert Loxley unterhält, nachdem dieser in den Hinterhalt der Franzosen geraten war, nennt Loxley Longstride beim Namen, obwohl dieser sich nicht vorgestellt hatte.
Gesehen von: Torque

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Bewertungspunkte: 34  |  Filmminute: 54
Als Longstride zum ersten Mal auf Marian trifft und sie mit Jungfer anspricht, kann man am Kleid von Marian hinten einen Knopf mit Knopfloch erkennen. Die Handlung spielt zwar im späten 12. Jahrhundert, aber Knöpfe mit Knopfloch wurden erst im 13. Jahrhundert in Deutschland erfunden.
Gesehen von: Fotocebulon

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Bewertungspunkte: 27  |  Filmminute: (noch keine Angabe oder für diesen Fehler unwichtig)
Godfrey trifft sich nächtens mit den Franzosen. Als Erkennungsmelodie verwenden dabei beide Seiten die ersten Noten von "Frère Jacques" - einem Lied, das erst ca. 500 Jahre später erscheinen wird.
Gesehen von: Tremor

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Annähernd alle Schilde im Film haben die selben 6 Pfeillöcher, dabei ist es egal, wer den Schild trägt. (Locksley bei der Schlacht in Frankreich oder die Wochen im Tower als Godfrey nach Norden reitet)
Gesehen von: Timo
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Als Sir Godfrey in das Anwesen von Walter Loxley stürmt, fragt er diesen, wo sich Robin Loxley befindet. Offensichtlich vermischt er die Namen Robert Loxley und Robin Longstride miteinander.
Gesehen von: Angela
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Nach dem Tod des alten Loxley wurde dessen Leiche auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Abgesehen davon, dass die im Film gezeigte Menge an Holz und Stroh bei weitem nicht ausreichen würde, einen menschlichen Körper zu verbrennen, war so etwas im Mittelalter absolut verboten! Es gab sowohl weltliche als auch geistliche Verbote der Einäscherung (der Vatikan hat erst 1964 die Feuerbestattung erlaubt). Verbrannt wurden damals nur Schwerverbrecher, z.B. Menschen, die man wegen Hexerei oder Gotteslästerung verurteilt hatte.
Gesehen von: Historicus
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Als König Richard vom Pfeil getroffen zu Boden sinkt, schreit ein Helfer "Holt einen Arzt". Das Wort Arzt war im 12. Jahrhundert noch gar nicht geläufig. Damals gebräuchliche Bezeichnungen waren eher Medicus oder Physikus. [Korrektur: Das Wort "Arzt" bezeichnet bereits zur Merowingerzeit (5.- 8. Jahrhundert) einen (besseren) Arzt an fürstlichen Höfen. Das Wort kommt vom griechischen "arkiatros". Gebräuchlicher wäre aber tatsächlich Medicus gewesen.]
Gesehen von: filmkurier
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Kurz bevor der König zum Schluss zu seinen Engländern stößt, um mit ihnen in die Schlacht zu ziehen, sieht man im Hintergrund auf einem Hügel ein riesengroßes weißes Pferd! Dieses existiert tatsächlich, wurde aber erst 1778 erbaut! [Anmerkung: Tatsächlich handelt es sich um das Westbury White Horse, welches 1778 "erscharrt" wurde - jedoch wohl auf den Überresten eines viel älteren Scharrbilds, welches evtl. im 9. Jahrhundert n. Chr. entstanden sein könnte.]
Gesehen von: moose
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Der Film strotzt vor historischen Fehlern. Hier einige Beispiele: Richard Löwenherz kehrte 1194 nach England zurück und herrschte noch rund 5 Jahre bis zu seinem Tod. Bei der Belagerung von Châlus wurde er am 25.März 1199 von einem Armbrustpfeil getroffen und starb am 6.April in den Armen seiner Mutter in Châlus. Am 15.Juni 1215 besiegelte John die Magna Charta um einem Adelsaufstand zuvorzukommen. Eine Invasion Englands durch Philipp den II hat es nie gegeben. Erst sein Nachfolger Ludwig der VIII landete in Kent, brachte den Osten Englands unter Kontrolle und zog am 2.Juni 1216 in London ein. [Team: Das stimmt, der Film macht aber kein Geheimnis daraus, dass die historischen Tatsachen zugunsten der Legende zurecht gebogen werden. Daher nur als Info.]
Gesehen von: Högni
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Nur zur Info (wir wissen ja, dass Scott es mit der historischen Genauigkeit nicht so hatte): Die Festung Chalus wurde in Wahrheit nur von 2 (!) Mann verteidigt, einer davon war ein Junge, der zum Gaudium der englischen Belagerer hin und wieder Bolzen abschoss und sich gegen feindlichen Beschuss mit einer Bratpfanne deckte. Einer dieser Bolzen traf mehr oder weniger zufällig Richard Löwenherz, der in seiner Arroganz auf eine Rüstung verzichtet hatte, in die Schulter. Aufgrund der unsachgemäßen Behandlung bildete sich Wundbrand, der schließlich nach 2 Wochen zum Tod führte. Der Junge wurde anschließend von den Engländern lebendig gehäutet.
Gesehen von: Historicus
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Bei der Landung der Franzosen an der englischen Küste kommen modifizierte LCVP's (Landing Craft Vehicles and Personnel) oder auch so genannte "Higgins-Boote" zum Einsatz; erkennbar an der Kastenform und der Bugklappe. Diese Form der Landungsboote mit Bugklappe wurde erstmals 1937 von der Kaiserlich Japanischen Marine eingesetzt und von dem Amerikaner Andrew Jackson Higgins zu den bekannten LCVP's weiterentwickelt und 1939 von der U.S. Navy getestet, jedenfalls im 20. Jahrhundert und nicht zu mittelalterlichen Zeiten Robin Hoods. [AnmerkungTeam: Das ist richtig, allerdings kann man dies als künstlerische Freiheit des Films durchgehen lassen. Daher nur als Info.]
Gesehen von: hendrik
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Als die Franzosen den Strand angreifen. erkennt man, dass das Schild von einem aus Pappe anstatt aus Holz ist. [Team: Bei 2:00:07 (BD) kann man ein Schild sehen, der eher so ausschaut, als sei er kaputt. Oder ist eine andere Szene gemeint? Dann bitte mal genau beschreiben oder einen Timecode angeben!] Korrigieren
Als Robin die Inschrift neben dem Brunnen aufhebt, ist diese sehr dreckig. Im nächsten Schnitt ist die Tafel aber plötzlich blitzblank. [Anmerkung/Korrektur: Die Inschrift verändert sich während der Szenen nicht!] Korrigieren
Beim Ritt der Engländer in Richtung Küste, um die Franzosen aufzuhalten, reiten die Herrschaften entlang eines Weges, der deutliche Reifenspuren aufweist. [Anmerkung/Korrektur: Ich konnte keinen Reifenspuren entdecken, wohl aber die Spuren von zwei- oder vierrädrigen Karren, die es damals durchaus gegeben hat und die solche Spuren hervorrufen.] Korrigieren